über uns

Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Jugendalter

Unser Kompetenznetzwerk bündelt Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen, um demokratische Kultur und Strukturen sowie partizipative Ansätze in der schulischen und außerschulischen Bildung im Jugendalter zu stärken. Wir unterstützen schulische und außerschulische Akteur*innen und Organisationen bei der Umsetzung von kooperativer und partizipativer Demokratiebildung mithilfe der vielfältigen Expertise unserer Mitgliedsorganisationen.

Das Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Jugendalter ist das Kompetenznetzwerk Schulische und außerschulische Bildung im Jugendalter im Bundesprogramm „Demokratie leben!“

Zielgruppen

In der Bearbeitung der Themen nehmen wir folgende Zielgruppen in den Blick:

Akteur*innen schulischer und außerschulischer Einrichtungen

Ministerien, Ämter und nachgeordnete Behörden

Multiplikator*innen, die selbst im Themenfeld handeln und Akteur*innen schulischer und außerschulischer Einrichtungen unterstützen

Um die Zielgruppen flexibel zu erreichen und die Kompetenzen gezielt zu vermitteln, nutzen wir Fachtage, Kongresse, Vernetzungstreffen, Beratungen, Qualifizierungen und Publikationen. Die konkreten Maßnahmen dazu finden sich in unseren Angeboten. Über aktuelle Vorhaben informiert auch unser Newsletter.

Aktuell widmen wir uns folgenden Schwerpunkthemen im Handlungsfeld Demokratiebildung:


Problemlage

Die demokratiefördernden Potentiale des Lernortes Schule werden zumeist unzureichend genutzt. Zentrales Hindernis hierfür ist die nachrangige Rolle des sozialen Lernens und der politischen Bildung in der Praxis gegenüber der Vermittlung fächergebundener Kompetenzen, obwohl dies im Widerspruch zu den in den Schulgesetzen der Länder vorgegebenen schulischen Kernaufgaben steht.

Schulische Akteur*innen stoßen bei der Demokratiebildung, Antidiskriminierungsarbeit und Stärkung von Inklusion und Partizipation auf organisatorische und fachliche Mängel, die sie oftmals mit den in der Schule vorhandenen Angeboten, Ressourcen und Kompetenzen nicht ausgleichen können.

Viele Hürden leiten sich aus übergreifenden Richtlinien ab, die von Verwaltungen und politisch Verantwortlichen, nicht aber von schulischen Akteur*innen vor Ort gestaltet werden. Beispielsweise wird die von der Schulverwaltung vorgegebene Stundentafel in Stundenanzahl und Inhalt zumeist starr umgesetzt und nicht vom Kollegium entsprechend der standortspezifischen Anforderungen einer partizipativen Demokratieförderung entwickelt bzw. angepasst. Aufgrund des daraus resultierenden Arbeitsablaufs und der fächergebundenen Aufgaben, verfügen Lehrkräfte oft nicht über genügend Handlungsspielräume, Qualifikationen und Demokratiebildungs-Knowhow.

Die anders gelagerten Zuständigkeiten und Kompetenzen außerschulischer Akteur*innen können diese Leerstellen ausgleichen, denn sie sind nicht an die Rollenanforderungen der Lehrkräfte gebunden. Sie zeichnet oft eine breite Methodenkompetenz für Gruppenarbeit und demokratische Urteilsbildung aus und außerschulische Träger halten vielfältige thematisch-passende Angebote für Schulen bereit. Folgende Punkte stehen aber einer zufriedenstellende Zusammenarbeit beider Seiten im Wege:
  • In Präsenz und Reichweite außerschulischer Angebote gibt es große regionale Unterschiede, sowohl in der Fläche als auch bezogen auf das Stadt-Land-Gefälle.
  • Die Qualitätsstandards außerschulischer Angebote und Träger, entsprechen nicht immer den fachlichen Anforderungen der Schule. Dies ist u.a. auf die häufig wechselnde Projektförderung der Träger und den daraus resultierenden prekären Arbeitsbedingungen bzw. der Fluktuation der Mitarbeitenden zurückzuführen.
  • Oft kennen die externen Referent*innen die Binnendynamiken des Schulalltags nur unzureichend und können ihre Angebote nicht angemessen an die schulischen Gegebenheiten anpassen.

Lösung

Das KNW als Vernetzungspartner für schulische und außerschulische Akteur*innen
Die KNW Mitglieder haben vielfältige und langjährige Erfahrungen, da sie sowohl als Träger außerschulischer Angebote, als auch in deren Koordinierung sowie in der Qualifizierung der Akteur*innen an der Schnittstelle von schulischer und außerschulischer Arbeit tätig sind. Die daraus resultierenden gebündelten Erkenntnisse führen zur Entwicklung von Maßnahmen, welche die beschriebenen Hindernisse der Kooperation von Schule mit außerschulischen Akteur*innen überwinden können. Mit ihnen sollen das Gelingen guter und erfolgreicher Kooperationen sichergestellt und damit bundesweit mehr erfolgreiche Kooperationen möglich gemacht werden. Maßnahmen des KNW hierfür sind u.a.:

  • Erarbeitung einer vorläufigen Bestandsaufnahme auf Grundlage der Erfahrungen der KNW-Mitglieder.
  • Aufzeigen von Maßnahmen, mit denen die Kommunikation zu Bedarfen und Angeboten zwischen den Akteur*innen verbessert werden kann.
  • Qualifizierung außerschulischer Anbieter, damit sie Bedarfe und Strukturvoraussetzungen von Schule berücksichtigen.
  • Markierung der kurz-, mittel- und langfristigen Bedarfe der Schulen in verschiedenen Themenfeldern und Handlungsbereichen.
Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Ministerien, Ämter und nachgeordnete Behörden
Das KNW macht sich gegenüber Vertreter*innen der zuständigen Stellen in den Verwaltungen auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene für die Etablierung kontinuierlicher Kommunikationsstrukturen zwischen schulischen und außerschulischen Akteur*innen ebenso stark wie für die Bereitstellung von Ressourcen zur Initiierung und den Ausbau von Kooperationen.
Das KNW sensibilisiert Vertreter*innen der Kultusministerkonferenz, Kultus- bzw. Bildungsministerien und Schulämtern mit dem Ziel, Kooperationen schulischer und außerschulischer Akteur*innen in Regelstrukturen bzw. kontinuierliche Kommunikation zu überführen und entsprechende Spielräume sowie Mittel hierfür bereitzustellen.

Das KNW bringt die Partner*innen der verschiedenen Säulen des Bundesprogramms „Demokratie leben! (Bund, Land, Kommune) in geeigneten Formaten zusammen, um die Zusammenarbeit schulischer und außerschulischer Akteur*innen zu stärken. Hierzu führt das KNW u.a. Fachtage durch, initiiert Expert*innenrunden und erstellt Publikationen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Akteur*innen (außer)schulischer Einrichtungen
Das KNW dokumentiert und evaluiert die Beispiele gelingender Zusammenarbeit schulischer und außerschulischer Akteur*innen und unterstützt auf der Basis der daraus resultierenden Schlussfolgerungen Akteur*innen (außer)schulischer Einrichtungen bei der Initiierung bzw. dem Ausbau von Kooperationen. Dies geschieht u.a. mittels Fachaustauschen, Moderationsangeboten und der Bereitstellung von Arbeitsinstrumenten in den Veränderungsprozessen hin zu gelingender Kooperation.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Multiplikator*innen 
Das KNW identifiziert Multiplikator*innen, die eine gelingende Kooperation schulischer und außerschulischer Akteur*innen fördern und unterstützt sie mittels Fachaustausch, Qualifizierung und Bereitstellung von Arbeitsinstrumenten bei der Entwicklung und der Umsetzung passgenauer Angebote und die externe Begleitung von Kooperationsprojekten.
 

Problemlage 

Demokratiebildung befähigt Jugendliche, eine eigene demokratische Haltung zu entwickeln und sich an gesellschaftlichen Aushandlungs- und Gestaltungsprozessen zu beteiligen. Viele Demokratiebildungsprojekte kommen unter dem Zeitdruck des pädagogischen Alltages aber oftmals zufällig zustande, es mangelt an erfolgreichen Kooperationen, inhaltlicher, methodischer und struktureller Qualität sowie an synchronisierten Angeboten. Den Akteur*innen fehlen Wissen und Entscheidungsgrundlagen, um qualitative Projekte und erfolgreiche Kooperationen einzugehen und so Demokratiebildung wirksamer und effizienter zu gestalten.


Lösung

Unsere Vision ist es, schulische und außerschulische Akteur*innen dazu zu befähigen, eine wirkungsvolle Demokratiebildungsarbeit zu realisieren. Dazu unterstützt das Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Jugendalter durch:

a) Sensibilisierung und Wissen zu Qualität in der Demokratiebildung
Die Mitgliedsorganisationen im KNW bündeln die von ihnen bereits erarbeiteten Materialien zum Thema Qualität und stellen diese den Akteur*innen zur Verfügung. Das KNW identifiziert Praxisbedarfe und gibt entsprechenden Hilfestellungen, um qualitativ gute Angebote der Demokratiebildung zu erkennen.

b) Qualitätskriterien, welche die Kooperation schulischer und ausschulischer Partner*innen stärkt
Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) entwickelt im Kompetenznetzwerk Demokratiebildung im Jugendalter Qualitätskriterien der Demokratiebildung – gemeinsam mit Jugendlichen, Akteur*innen der schulischen und außerschulischen Praxis sowie Vertreter*innen der öffentlichen Verwaltung und Wissenschaft. Die DKJS bereitet die Qualitätskriterien in einem partizipativen Prozess mit allen relevanten Zielgruppen praxisorientiert auf. In einer zweiten Phase werde diese in Kooperation mit Transferpartner*innen in die bundesweite schulische und außerschulische Demokratiebildung und deren Regelstrukturen übertragen.

Ziel ist die Entwicklung eines Selbstchecks als praxisnahes Tool für Demokratiebildner*innen, das als Arbeitshilfe dient und Entwicklungsperspektiven in verschiedenen Qualitätsfeldern von kooperativen Demokratiebildungsprojekten aufzeigen kann. Gemeinsam mit Jugendlichen und erwachsenen Begleitpersonen aus der Praxis, Fachöffentlichkeit, Wissenschaft und Politik sammelt, entwickelt, diskutiert und testet die DKJS Arbeitsmaterialien (wie z.B. Leitfäden, Erklärfilme, Fachartikel, gute Beispiele, Reflexionsfragen), die den jeweiligen Qualitätsfeldern zugeordnet sind. Mit diesem Tool unterstützt die DKJS Demokratiebildner*innen dabei, ihre Demokratiebildungsprojekte jugendorientiert umzusetzen, die Rahmenbedingungen von Projekten bestmöglich zu nutzen und somit die Potenziale der Kooperation auszuschöpfen.

Die Expertisen der Mitgliedsorganisationen des KNW ergänzen die von der DKJS entwickelten Qualitätskriterien der Demokratiebildung, sodass der praxisnahe Selbstcheck auch auf die Bildungskontexte der anderen Einzelorganisationen des KNWs angewandt werden kann. So erreicht das KNW alle seine Zielgruppen; diese können an diese Instrumente anknüpfen und sie für ihre Arbeit nutzen. So erreicht das KNW eine weitreichende Übertragung und Verankerung in die Regelstrukturen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Ministerien, Ämter und nachgeordnete Behörden
Vertreter*innen von KMK, Kultus- bzw. Bildungsministerien und Schulämtern sind sensibilisiert für Qualität in der Demokratiebildung, fördern Demokratiebildung in der Praxis unter Berücksichtigung von Qualitätskriterien und unterstützen wirksame Kooperationen zwischen schulischen und außerschulischen Partnern.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Multiplikator*innen
Multiplikator*innen entwickeln ihre Demokratiebildungsarbeit qualitativ weiter und schöpfen die Potentiale von Kooperationen aus.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Akteur*innen (außer)schulischer Einrichtungen
Akteur*innen der Demokratiebildung entwickeln ihre Projekte unter Berücksichtigung von Qualität weiter und schöpfen die Potentiale von Kooperationen aus.

 

Problemlage

Demokratiefeindliche Vorfälle sind Begebenheiten oder Taten, die menschliche Grundfreiheiten oder Grundrechte einschränken, verletzen oder Menschen diese absprechen wollen. Demokratiefeindliche Vorfälle begegnen uns täglich in vielen Bereichen; auch in schulischen und außerschulischen Einrichtungen. Beispielsweise wenn eine Schülerin in der Schule Rassismus erfährt oder wenn eine pädagogische Fachkraft in einer offenen Jugendeinrichtung mit verfassungsfeindlichen Äußerungen und Symbolen von Jugendlichen konfrontiert wird. Manche dieser Vorfälle sind strafrechtlich relevant, andere nicht. Sie sind jedoch nicht weniger verletzend und grenzen in jedem Fall Menschen aus.

Auch Akteur*innen der Demokratiebildung kommen bei ihrer Arbeit mit jungen Menschen in schwierige Situationen. So werden Lehrkräfte im Kollegium oder bei Elternabenden angegriffen, wenn diese ihre (geplanten) Demokratiebildungsprojekte vorstellen. Außerschulischen Partner*innen begegnen häufig nicht bzw. unzureichend bearbeitete oder gemeldete demokratiefeindliche Haltungen in Klassenverbünden, wie z.B. Mobbing oder gegenüber Mitschüler*innen geäußerte gängige abwertende und menschenverachtende Schimpfwörter.


Lösung

Das KNW sensibilisiert Vertreter*innen der Kultusministerkonferenz, Kultus- bzw. Bildungsministerien und der Schulämter mit dem Ziel, dass diese wiederum Schulleitungen bzw. Leitungen außerschulischer Träger beauftragen, die zeitnahe Bearbeitung demokratiefeindlicher Vorfälle umzusetzen und dafür notwendige Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Das KNW sensibilisiert außerdem Vertreter*innen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Kultus- bzw. Bildungsministerien, Hochschulen und Studienseminaren mit dem Ziel, für die Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften Curricula für eine starke demokratische Praxis und Handlungssicherheit bei der Bearbeitung demokratiefeindlicher Vorfälle zu implementieren und die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Ministerien, Ämter und nachgeordnete Behörden
Das KNW sensibilisiert Vertreter*innen der Kultusministerkonferenz, Kultus- bzw. Bildungsministerien und der Schulämter mit dem Ziel, dass diese wiederum Schulleitungen bzw. Leitungen außerschulischer Träger beauftragen, die zeitnahe Bearbeitung demokratiefeindlicher Vorfälle umzusetzen und dafür notwendige Ressourcen zur Verfügung zu stellen.
Das KNW sensibilisiert außerdem Vertreter*innen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, der Kultus- bzw. Bildungsministerien, Hochschulen und Studienseminaren mit dem Ziel, für die Qualifizierung von pädagogischen Fachkräften Curricula für eine starke demokratische Praxis und Handlungssicherheit bei der Bearbeitung demokratiefeindlicher Vorfälle zu implementieren und die dafür notwendigen Ressourcen zur Verfügung zu stellen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Akteur*innen (außer)schulischer Einrichtungen
Das KNW identifiziert Multiplikator*innen, die die Akteur*innen (außer)schulischer Einrichtungen bei der Bearbeitung von demokratiefeindlichen Vorfällen unterstützen. Dies erfolgt mittels Fachaustausch, Qualifizierung und der Bereitstellung von Arbeitsinstrumenten bei der Entwicklung und Umsetzung passgenauer Angebote für die externe Begleitung dieser Akteur*innen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Multiplikator*innen 
Das KNW unterstützt Akteur*innen (außer)schulischer Einrichtungen mittels Moderations-, Bildungs- und Beratungsangeboten bei der Definition demokratiefeindlicher Vorfälle und der Kompetenzerweiterung bzw. Befähigung, diese zu bearbeiten.
 

Ausgangslage

Deutschland ist eine Migrationsgesellschaft. Unsere Gesellschaft ist heute heterogener zusammengesetzt als noch vor einer Generation. Dieser Trend wird sich aufgrund von Fluchtbewegungen und akutem Fachkräftemangel auch auf absehbare Zeit fortsetzen.
Die Bundesrepublik ist seit jeher stark von Migration geprägt. Von 83,2 Millionen Menschen in Deutschland haben 22,3 Millionen einen Migrationshintergrund, d.h. sie selbst oder mindestens ein Elternteil wurden nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren. Im Westen ist der Anteil dreimal so hoch wie im Osten – zu fast 95 Prozent leben sie in den alten Bundesländern.

Unstrittig ist mittlerweile, dass die Gruppe der Menschen mit Migrationshintergrund enorm divers und vielfältig ist – hinsichtlich rechtlichem Aufenthaltsstatus, Bildung, ökonomischer und sozialer Einbettung, Benachteiligungserfahrungen sowie Zukunftschancen. Zudem zeigen sich auch deutliche Unterschiede zwischen den alten und neuen Bundesländern, z.B. fällt auf, dass Jugendliche mit Migrationsbiografie in Ostdeutschland deutlich häufiger das Gymnasium besuchen als im Westen. Ihr Anteil liegt im Osten bei 56 Prozent, im Westen bei 28 Prozent, bei den in Deutschland geborenen Jugendlichen liegt er bei 45 Prozent.
Ebenso unstrittig ist, dass die seit 2022 wieder massiv anwachsende Zuwanderung immer wieder neue strukturelle Herausforderungen an basale Integrationsressourcen (Wohnraum, Schul- und Kitaplätze usw.) schafft.

Übergreifende Problemlagen, bedingt durch weltweite Krisen wie Kriege und Fluchtbewegungen, Klimawandel, Corona-Pandemie, unwägbare wirtschaftliche Entwicklungen sowie akuter Lehrkräftemangel erzeugen insgesamt eine zunehmend komplexe Gemengelage an Problemen auf höchst unterschiedlichen Ebenen, die sich unweigerlich auch in Klassenzimmern zeigen. Mehr denn je stehen Lehrkräfte und Multiplikator*innen vor der Frage, wie sie mit der wachsenden Heterogenität, konfligierenden Wertvorstellungen, unterschiedlichen Weltbildern und Lebensentwürfen in Klassenräumen und außerschulischen Lernräumen produktiv umgehen können. Konfliktlinien ergeben sich dabei nicht allein durch sozio-kulturelle Diversität, sondern auch durch zunehmende Pluralisierung von Weltbildern, die alle gesellschaftlichen Milieus durchziehen und fragmentieren.

Die Demokratiebildung steht mit all dem also vor großen Aufgaben: Schulische und außerschulische Demokratiebildung muss die enorme Komplexität und Pluralität der politischen, sozialen, wirtschaftlichen, regionalen, internationalen und kulturellen Ebenen berücksichtigen. Die Hervorhebung von Chancen und Potentialen einer Migrationsgesellschaft muss einhergehen mit einer wünschenswert kontroversen Debatte über Probleme und Herausforderungen. Gleichwohl ist nicht jeder Konflikt oder jede schwierige Situation durch Migrationshintergrund, kulturelle Differenz oder Benachteiligung und Rassismus bedingt. Die soziale Dimension, die allzu oft nicht angemessen berücksichtigt wird, spielt eine zentrale Rolle. Trotz intensiver Debatten, die sich auf die Themen Rassismus und andere Diskriminierungsdimensionen konzentrieren, fehlt es vielerorts an der Fähigkeit, kontroverse Themen und Konflikte lösungsorientiert und damit produktiv zu behandeln. Die langjährige Arbeit der Partnerorganisation des KNWDJ mit Schulen und Bildungseinrichtungen verdeutlicht, dass es bereits durchaus geeignete Austausch- und Reflexionsmöglichkeiten gibt, die es zu verbreiten und zu implementieren gilt.


Schlussfolgerungen

Die Schilderung der Ausgangslage verdeutlicht, dass Formen des konstruktiven Umgangs mit Komplexität, Vieldeutigkeit, Widersprüchen und Unvorhersehbarkeit in einer beschleunigten und globalisierten Welt als zukünftige Basiskompetenzen zu verstehen sind.

Angesichts der komplexen Lage bedarf es im Bereich der Demokratiebildung bedarfsorientierter Beratung und Begleitung, Weiterbildung und Qualifikation für schulische und außerschulische Akteur*innen. Integraler Bestandteil der zu konzipierenden Maßnahmen ist eine umfassende Analyse und Auftragsklärung. Diese bedarfsorientierte Vorgehensweise bedeutet, dass mit den Beteiligten gemeinsam eine ‚Problemdefinition‘ erarbeitet wird. Erst auf dieser Grundlage können intervenierende Maßnahmen und Lösungsansätze konzipiert werden, die alle Beteiligten als sinnvoll erachten und zum ‚Mitmachen‘ einladen. Lehrkräfte, pädagogisches Personal und außerschulische Akteur*innen möchten oftmals Handlungsanweisungen und Leitfäden bekommen. Sie wünschen sich, dass Expert*innen direkt Lösungen in Form von Workshops anbieten und Lösungen für den Umgang mit schwierigen Situationen präsentieren. Da aber jede Problemsituation mit ihren jeweils beteiligten Akteur*innen in einem jeweils unterschiedlichen Umfeld stattfindet, kann es keine allgemeingültigen Lösungen geben.

Ziel ist eine lösungsorientierte Herangehensweise, die den komplexen Bedingungen in Schulen und Bildungseinrichtungen in differenzierter Weise gerecht wird. Darüber hinaus gilt es, Ansätze und Lernsettings zu schaffen, die einen produktiven Umgang mit divergierenden Wert- und Normvorstellungen, Identitäts- und Lebensentwürfen ermöglichen. Lehrkräfte und Akteur*innen in der außerschulischen Demokratiebildung sollten befähigt werden, mit einem perspektivisch erweiterten Blick auf die eigene Praxis die positiven Veränderungspotentiale einer Migrationsgesellschaft sowie die Schaffung‚ demokratischer Resilienz‘ im eigenen systemischen Umfeld zu schauen, um nachhaltig wirksame Maßnahmen zu generieren und umzusetzen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Ministerien, Ämter und nachgeordnete Behörden
Das KNW bietet Vertreter*innen im Handlungsfeld ‚Demokratiebildung‘ auf Bundes-, Länder- und kommunaler Ebene mit Publikationen, Fachtagen, Vernetzungstreffen und Workshops einen Raum für den fachlichen Austausch mit Praktiker*innen aus schulischen und außerschulischen Institutionen, um einen praxisorientierten und produktiven Diskurs über Herausforderungen im Kontext einer Migrationsgesellschaft zu ermöglichen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Akteur*innen (außer)schulischer Einrichtungen
Das KNW berät und qualifiziert Multiplikator*innen, die im Themenfeld ‚Demokratiebildung in der Migrationsgesellschaft‘ tätig sind. Dies erfolgt durch Publikationen, Fachaustausche, Qualifizierungsangebote, passgenaue Beratungsleistungen für die Praxis sowie fachliche Begleitung bei der Entwicklung und Durchführung von Projektarbeiten und Qualifizierungsmaßnahmen.

Zielgruppen/Ziele auf der Ebene Multiplikator*innen 
Das KNW berät und qualifiziert Akteur*innen in schulischen und außerschulischen Einrichtungen zu Fragestellungen im Kontext von Migrationsgesellschaft. Dies erfolgt durch Publikationen, Fachaustausche, Qualifizierungsangebote, passgenaue Beratungsleistungen für konkrete Anforderungen in der Praxis sowie fachliche Begleitung bei der Entwicklung und Durchführung von Projektarbeiten und Qualifizierungsmaßnahmen.
 

Netzwerkmitglieder

Das Kompetenznetzwerk besteht aus 5 Organisationen.
Bitte klicken sie auf das jeweilige Logo, um mehr Informationen zu dem Träger zu erhalten.

Netzwerk für Demokratie und Courage

Wer wir sind

Das Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC) ist ein bundesweites Netzwerk, das von jungen Menschen getragen wird, die sich für Demokratieförderung und gegen menschenverachtendes Denken engagieren. Das Hauptaufgabenfeld des NDC ist die Ausbildung von jungen Menschen als Multiplikator*innen und die Durchführung von Projekttagen, Seminaren und Fortbildungen an Schulen, Berufsschulen, Bildungseinrichtungen sowie für viele andere Gruppen.

Das NDC besteht bereits seit 1999 und wird durch einen großen Kreis unterschiedlicher Unterstützer*innen getragen. Dieser reicht von Gewerkschaftsverbänden, Jugendverbandsorganisationen über Wohlfahrtsverbände, Landesjugendringe bis hin zur Katholischen Kirchenjugend.

In 13 Bundesländern verfügt das NDC über eigene Länderbüros sowie Teams freiwillig engagierter Multiplikator*innen. Von hier aus werden Schulen und viele andere Partner*innen fachgerecht und bedarfsorientiert unterstützt.

Was wir machen

Das NDC verfügt über ein vielfältiges Angebot an Projekttagen, Fortbildungen und Beratungsangeboten für Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene in Bildungseinrichtungen, Vereinen und Verbänden.

Das NDC bildet junge Multiplikator*innen aus, die anschließend nach dem Peer-to-Peer-Prinzip Projekttage in Schulen und Bildungseinrichtungen umsetzen. Die Projekttage setzen an den Erfahrungen und der Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen an, regen zum Nachdenken an und verbessern die Handlungskompetenzen und das couragierte Handeln der Kinder und Jugendlichen. Bearbeitet werden beispielsweise Themen wie:

  • gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und menschenverachtende Einstellungen
  • Formen von Diskriminierung, Vielfalt und Ausgrenzung
  • respektvoller, fairer und solidarischer Umgang miteinander
  • Antiziganismus, Diskriminierung von Sinti*zze und Rom*nja
  • Geschlechterbilder und Sexismus
  • „Kultur“, antimuslimischer Rassismus
  • Antisemitismus und Verschwörungstheorien
  • Ungerechtigkeit und Klassismus
  • Abwertung und couragiertes Handeln im Internet/fair und safe durchs Netz

Darüber hinaus bietet das NDC „Argumentations- und Handlungstrainings gegen Rechts“, Schulberatung sowie die Beratung von Vereinen und Verbänden zu verschiedenen Fragestellungen und Herausforderungen rund um Demokratieförderung und Umgang mit diskriminierenden Vorfällen an.

Unsere Zielgruppen

  • Kinder und Jugendliche ab Klassenstufe 5 als Zielgruppe für Projekttage, in einem Modellprojekt in MV jetzt auch in der Grundschule 
  • Multiplikator*innen zwischen 16 und circa 30 Jahren als Zielgruppe für Aus- und Weiterbildungen zu Teamer*innen und Trainer*innen
  • pädagogische Fachkräfte, Mitarbeitende von Vereinen und Verbänden als Zielgruppe für Fortbildungen und Beratungen

Kontakt

Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik

Wer wir sind

Die Deutsche Gesellschaft für Demokratiepädagogik (DeGeDe) ist ein im Jahr 2005 gegründeter gemeinnütziger Verein, der sich bundesweit für die Umsetzung einer ganzheitlichen demokratischen Bildung einsetzt. Sie engagiert sich für ein gutes Aufwachsen der nächsten Generationen, sodass diese selbstbestimmt die demokratische Kultur und Haltung erleben und sich auch in Zukunft aktiv dafür einsetzt können.

Um demokratische Formen des Zusammenlebens zu erproben und soziale, moralische und demokratische Handlungskompetenzen zu entwickeln, ist eines unserer Ziele, dass Kinder in Lernarrangements lernen, die insbesondere den Fokus auf Identität, Individualität, Diversity, Partizipation und Übernahme von Verantwortung richten. Für dieses Ziel engagieren sich in Regional- sowie Landesverbänden der DeGeDe Fachleute aus Wissenschaft, Schulforschung und Schulpraxis, Verlagswesen und Bildungspolitik mit Eltern, Schüler*innen sowie Studierenden. Gemeinsam sind sie in der demokratiepädagogischen Wissenschaft und Praxis aktiv.

Was wir machen

Die DeGeDe veranstaltet Demokratietage, beteiligt sich an Fachkongressen und politischen Foren, berät politische Gremien und Akteuren, wirkt am Masterstudiengang „Demokratiepädagogische Schulentwicklung und soziale Kompetenzen“ an der Freien Universität Berlin (FU) mit und begleitet Projekte zur Demokratiepädagogik in ganz Deutschland. Sie entwickelt demokratiepädagogische Standards, wie bspw. den Merkmalskatalog demokratiepädagogischer Schulen und stellt bundesweit Materialien für die pädagogische Praxis im Bildungsbereich zur Verfügung.

Im Jahr 2018 gründete die DeGeDe das Bündnis „Bildung für eine demokratische Gesellschaft“, was verstärkt zur Vernetzung und zu engeren Kooperationen von inner- und außerschulischen Akteuren der Demokratiepädagogik und darüber hinaus beitragen soll.

Zu den Aktivitäten der DeGeDe gehören u.a.:

  • Bündnis Bildung für eine demokratische Gesellschaft (Initiierung und bundesweite Koordination)
  • Demokratietage in Berlin, Hessen, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und in Leipzig in Sachsen
  • Klassenratsinitiative in Berlin-Brandenburg
  • Projekt „Openion – Bildung für eine starke Demokratie“
  • Schulberater*innenqualifizierung in Berlin
  • Projekt „Zusammenleben neu gestalten“ in Hessen
  • Projekt „Creative Democracy“
  • Projekt „Digital Democracy“
  • Projekt „Democratic Innovations in Youth Work“

Unsere Zielgruppen

  • Zivilgesellschaftliche Organisationen, Vereine und Akteur*innen
  • Pädagogische Fachleute in Bildungsinstitutionen
  • Mulitplikator*innen aus bundesweiten Beratungen und Fortbildungen
  • Verantwortliche aus Politik und Verwaltung
  • Kommunen und regionale Verbände
  • Wissenschaft und Forschung

Kontakt

DIALOG MACHT SCHULE

Wer wir sind

Das Sozialunternehmen Dialog macht Schule verfügt über langjährige Erfahrung in der Entwicklung und Durchführung von innovativen Demokratiebildungsformaten, vor allem für Jugendliche in strukturschwachen und häufig multikulturell geprägten Bezirken deutscher Großstädte. Dialog macht Schule ist das erste Sozialunternehmen in Deutschland, das als außerschulischer Akteur Demokratiebildungsformate langfristig direkt in Schulen umgesetzt hat. Dafür wurden zahlreiche Multiplikator*innen (Dialogmoderator*innen) qualifiziert und ein bundesweit angelegtes Netzwerk mit lokalen Partnern aufgebaut. Vor diesem Hintergrund hat sich Dialog macht Schule eine breitgefächerte Expertise auf dem Gebiet der systemischen Demokratiebildung im Kontext Migrationsgesellschaft erarbeitet.

Was wir machen

Das Sozialunternehmen konzentriert sich heute vor allem auf die Befähigung von Multiplikator*innen, Trägern und Institutionen im Feld der Demokratiebildung. Durch Qualifizierung und Beratung bei Projekt- und Organisationsentwicklung werden die eigenen Kompetenzen an verschiedene Zielgruppen weitergegeben. Weitere Informationen zu den konkreten Angeboten finden Sie hier.

Das Sozialunternehmen wird geleitet vom Gründer und Geschäftsführer Hassan Asfour. Die hauptamtlichen Mitarbeiter*innen verfügen über langjährige Erfahrung in Demokratiebildung im Kontext Migrationsgesellschaft, Training und Qualifizierung, Supervision, Prozess- und Fachberatung, Projektmanagement und Organisationsentwicklung. Ihre Arbeit wird ergänzt durch freie Mitarbeiter*innen, die je nach Bedarf zu bestimmten Themen- und Arbeitsfeldern hinzugezogen werden.

Unsere Zielgruppen

  • Projektträger*innen und Kooperationspartner*innen
  • pädagogisches Personal und Leitungskräfte
  • Multiplikator*innen
  • Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene 

Kontakt

Deutsche Kinder- und Jugendstiftung

Wer wir sind

Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) setzt sich für Bildungserfolg und Teilhabe junger Menschen ein. Sie engagiert sich dafür, dass Kinder und Jugendliche in unserem Land gut aufwachsen können und eine demokratische Kultur des Miteinanders erleben und erlernen. In Programmen und Projekten macht die DKJS ihnen Mut, ihr Leben couragiert in eigene Hände zu nehmen und stößt Veränderungsprozesse an: in Kindergärten und Schulen, beim Übergang in den Beruf, in der Familien- oder Jugendpolitik.

Für dieses Ziel bringt die DKJS Akteur*innen aus Verwaltung, Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Zivilgesellschaft und Praxis zusammen und entwickelt mit ihnen Antworten auf aktuelle Herausforderungen im Bildungssystem.

Die DKJS verwirklicht Angebote bundesweit im großstädtischen und ländlichen Raum und ist in allen Regionen vertreten. Seit 25 Jahren wirkt die Stiftung mit insgesamt 555 Programmen und arbeitet aktuell mit über 150 Förder*innen und Programmpartner*innen an 11 Standorten zusammen. Die DKJS ist eine gemeinnützige GmbH und versteht sich als unabhängige, überkonfessionelle und parteipolitisch neutrale Initiative.

Was wir machen

Die DKJS arbeitet operativ mit Bildungsakteur*innen auf allen Hierarchie- und Funktionsstufen, um neue Ideen zu entwickeln, Haltung, Praxis und Strukturen zu verbessern.

Aktuelle Handlungsfelder:

  • frühe Bildung
  • Schulerfolg und Ganztagsschule
  • Jugend und Zukunft
  • Bildungslandschaften

Die DKJS bietet folgende Aktivitäten & Leistungen an:

  • In Camps, Werkstätten, Trainings, Schülerprojekten fördert sie fachliche, methodische, soziale Kompetenzen und Selbstwirksamkeitserfahrung von Kindern und Jugendlichen.
  • Mit Fortbildungen, Qualifizierungen, Hospitationen, Peer-Vernetzungen, Erkundungsvorhaben, Beratung stärkt sie Kompetenz, Wissen und Haltungen von Fach- und Führungskräften in Bildung und Verwaltung.
  • Die DKJS unterstützt Entwicklungsprozesse im Hinblick auf Strategie-, Organisations-, Qualitätsentwicklung in Kitas, Schulen, Verwaltungen, Jugendamt etc.
  • Mittels Fachtagungen, Netzwerktreffen, Dialogforen, Länder-Austauschen, Tagungen oder Kamingesprächen vernetzt sie Akteur*innen.
  • Bundesweit fördert sie Transferprozesse zukunftsorientierter Lösungen und Angebote auf allen föderalen Ebenen zwischen Kommunen, Landkreisen und Bundesländern.
  • In Publikationen, Online-Portalen, Websites oder durch Wettbewerbe und Preise bündelt die DKJS Erkenntnisse, beleuchtet gute Praxis und fördert den Transfer in andere Institutionen.

Weitere Informationen zu den Programmen und Projekten der Stiftung finden Sie unter: www.dkjs.de

Alle Informationen zu den Aktivitäten der DKJS im Rahmen des Kompetenznetzwerks gibt es hier: www.openion.de/ueber-kompetenznetzwerk

Unsere Zielgruppen

  • Kinder und Jugendliche
  • pädagogische Fach- und Leitungskräfte in Kitas, Schulen, Berufsausbildung, Jugendhilfe etc.
  • Verantwortungsträger*innen und -träger aus Politik und Verwaltung
  • Wissenschaft und Fachmedien

Kontakt

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

Wer wir sind

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage zielt auf eine diskriminierungssensible Schulkultur und Dauerhaftigkeit im Engagement. Rund 4.000 Schulen (Stand: April 2023) haben sich bislang dem Projekt angeschlossen und sich dazu verpflichtet, Diskriminierungen offen anzusprechen und anzugehen. Die Courage-Schulen werden bei ihren Aktivitäten nicht alleine gelassen. Denn ihnen stehen die Landes- und Regionalkoordinationen, die Angebote der Kooperationspartner*innen, die Bundeskoordination und ihre Pat*innen unterstützend zur Seite. Gemeinsam bilden sie das Courage-Netzwerk.

In 16 Bundesländern verfügt das Courage-Netzwerk über Landeskoordinationen und zusätzlich über 106 Regionalkoordinationen (Stand: April 2023), die auf lokaler Ebene als direkte Ansprechpartner*innen vor Ort Schulen bedarfsgerecht unterstützen.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage gibt es seit 1995. Das Projekt wurde von seinem Trägerverein Aktion Courage e.V. initiiert und wird durch die Bundeskoordination kontinuierlich weiterentwickelt.

Was wir machen

Die Bundeskoordination ist die zentrale Koordinierungsstelle des Courage-Netzwerks, das aus mehr als 4.000 Schulen, 122 Koordinierungsstellen und 365 Kooperationspartner*innen (Stand: April 2023) besteht. Sie qualifiziert die Akteur*innen des Netzwerks, veranstaltet Seminare, Fachtagungen und Kongresse für Kinder und Jugendliche, junge Erwachsene und Erwachsene in Bildungseinrichtungen sowie Vernetzungstreffen. Sie entwickelt Materialien und Publikationen für die politische Bildungsarbeit mit Jugendlichen, Pädagog*innen und Multiplikator*innen.

Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bezieht alle Ideologien der Ungleichwertigkeit in seinen Handlungsansatz mit ein. Folglich beschäftigt sich die Bundeskoordination mit Diskriminierung aufgrund der Religion, der sozialen Herkunft, des Geschlechts, körperlicher Merkmale, der politischen Weltanschauung und der sexuellen Orientierung und wendet sich gegen alle demokratiegefährdenden Ideologien.

Der Handlungsansatz der Ideologien der Ungleichwertigkeit ermöglicht es, auf die diversen Formen der Diskriminierung in einer heterogenen und pluralen Einwanderungsgesellschaft einzugehen. So bleibt Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage dicht an den Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen.

Unsere Zielgruppen

Die Zielgruppen sind in erster Linie die Kinder und Jugendliche sowie die Pädagog*innen an den Schulen ohne Rassismus – Schulen mit Courage. Zielgruppe der Publikationen sind darüberhinaus Beschäftigte in der Kinder- und Jugendhilfe und in kommunalen Landes- und Bundebehörden.

Kontakt